Kontrafaktische Geschichte


 

Antike & Mittelalter

1.      Alexander der Große stirbt nicht 323 v. Chr. in Babylon, sondern führt seinen Feldzug nach Arabien und in den Westen fort.

  1. Hannibal entscheidet sich nach der Schlacht von Cannae (216 v. Chr.), direkt auf Rom zu marschieren. 
  2. Julius Caesar entgeht dem Attentat im Jahr 44 v. Chr.
  3. Kaiser Konstantin der Große entscheidet sich 312 n. Chr. gegen das Christentum.
  4. Das Umayyaden-Kalifat gewinnt die Schlacht von Tours und Poitiers (732) und setzt die Expansion in Europa fort.
  5. Die Wikinger etablieren im 11. Jahrhundert dauerhafte, stabile Siedlungen in Nordamerika (Vinland).
  6. Der Mongolensturm bricht 1241 nach dem Tod des Großkhans Ögedei nicht ab, sondern die Mongolen erobern Mitteleuropa.
  7. Die Pest von 1347 verläuft signifikant milder und die europäische Bevölkerungsstruktur bleibt stabil.

Frühe Neuzeit & 19. Jahrhundert

9. Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck nicht, oder die Technologie verbreitet sich nicht.

10. Martin Luther wird 1521 auf dem Reichstag zu Worms verhaftet und hingerichtet.

11. Die Spanische Armada besiegt 1588 die englische Flotte.

12. Die Amerikanische Revolution (1776) scheitert militärisch.

13. Napoleon Bonaparte gewinnt die Schlacht bei Waterloo (1815).

14. Die Revolutionen von 1848 in Europa sind flächendeckend erfolgreich.

Das 20. Jahrhundert

15. Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo (1914) scheitert.

16. Die deutsche Frühjahrsoffensive 1918 führt zu einem Sieg der Mittelmächte.

17. Die Oktoberrevolution 1917 in Russland scheitert; es etabliert sich eine liberale Demokratie.

18. Die Weltwirtschaftskrise 1929 findet nicht statt.

19. Österreich bleibt 1938 eigenständig und vollzieht keinen "Anschluss" an das Deutsche Reich.

20. Das Stauffenberg-Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 ist erfolgreich und tödlich.

21. Die USA setzen 1945 keine Atombomben gegen Japan ein.

22. Die Berliner Mauer wird 1961 nicht gebaut.

23. John F. Kennedy entgeht dem Attentat in Dallas 1963.

24. Die Kubakrise 1962 eskaliert in einen nuklearen Schlagabtausch.

25. Der Vietnamkrieg wird von den USA bereits 1965 beendet.

26. Die Ölkrise 1973 findet nicht statt.

27. Die Sowjetunion reformiert sich unter Gorbatschow erfolgreich und bleibt über 1991 hinaus bestehen.

28. Der Computer/das Internet wird nicht erfunden.

Zeitgeschichte & Recht

29. Die EU-Gründung (Schuman-Plan 1950) scheitert an nationalen Widerständen.

30. Der Wahlkampf in den USA im Jahr 2000 endet nicht mit dem Supreme-Court-Urteil Bush v. Gore.

31. Das Vereinigte Königreich stimmt 2016 gegen den Brexit.

32. Eine global wirksame Pandemie tritt bereits 1990 auf, bevor die digitale Vernetzung ihren heutigen Stand erreichte.


Kalter Krieg

 


 






Zeitstrahl

https://www.youtube.com/watch?v=QMn3s2QmFQg

https://www.youtube.com/watch?v=4NhgvhTfRok

 

https://www.youtube.com/watch?v=U7Q0IK47fTc
 
 

 https://www.blogger.com/blog/post/edit/7491294408170706383/2651815349994060025

https://www.youtube.com/watch?v=bG-n9rkKnz0

 
 

https://www.youtube.com/watch?v=51lEkVLg3a4 

 

Spionage / Spezaileinheiten

https://www.youtube.com/watch?v=bnUz_DD0w1I
 

 

Der neue Wettlauf zum Mond 

 https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-der-neue-wettlauf-zum-mond-100.html

  • Gib einen kurzen Überblick: Kalter Krieg (Beginn, Höhepunkt und Ende). Nimm zu den hier vorliegenden Bildern Stellung. Beurteile welche Bilder sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben. Diskutiere die Möglichkeit, dass Bilder die Welt verändern können.

 

  • Stell dir vor, du bist ein junger Mensch in Europa Mitte Oktober 1962. Die Welt steht am Rande eines 3. Weltkriegs. Erörtere die politische Situation und beschreibe, wie du die Ereignisse erlebst.

 

  • Das Verhältnis zwischen Russland und den USA bzw. der EU ist oft angespannt. Analysiere die aktuellen Konflikte und beurteile die Rolle der kommenden Supermächte China (neuer Kolonialismus in Afrika)  und Indien? Sind wir mit einem "Neuen Kalten Krieg konfrontiert" 

 

Terror - Überwachung

 




Geschichte des Terrors – ein kurzer Überblick für den Blog

Terrorismus ist weder ein neues noch ein einheitliches Phänomen. Historisch betrachtet verbindet sich darunter die gezielte Anwendung von Gewalt, meist gegen Zivilpersonen oder symbolische Ziele, um politische Angst zu erzeugen und politische Ziele zu erzwingen.

Wichtige Stationen:

  • Frühe Formen: Politische Gewalt gab es bereits in der Antike, doch den Begriff „Terror“ prägte die Französische Revolution (1793–94) mit dem „Terror“ der Jakobiner – staatlich organisierte, politique Gewalt zur Unterdrückung von Gegnern.
    1. Jahrhundert: Aufkommen politischer Attentate und anarchistischer Gewalt (z. B. Attentate auf Monarchen), oft als Reaktion auf Repression und soziale Ungleichheit.
  • Frühes 20. Jahrhundert bis 1945: Revolutionäre und nationalistische Gewalt, aber auch staatlicher Terror in totalitären Regimen (Stalinismus, Nationalsozialismus) mit Massenverbrechen und systematischer Unterdrückung.
  • Nachkriegszeit und 1960er/70er Jahre: De-Kolonialisierung, Befreiungsbewegungen und linksterroristische Gruppen in Westeuropa (z. B. RAF, Rote Brigaden) sowie nationalistische Gruppen (ETA, IRA).
  • Spätes 20. / frühes 21. Jahrhundert: Transnationale Netzwerke und religiös motivierter Terror (z. B. Al-Qaida, IS) sowie „lone-wolf“-Attentäter. Technologische Veränderungen (Internet, soziale Medien, einfache Waffenbeschaffung) veränderten Methoden und Reichweite.

Charakteristika und Dynamiken:

  • Ziele: politischer Druck, Symbolwirkung, Rekrutierung, Öffentlichkeit erzeugen.
  • Mittel: Anschläge, Entführungen, Bomben, Cyberangriffe, Propaganda.
  • Täter: von organisierten Gruppen bis zu Einzeltätern; Motive ideologisch, nationalistisch, religiös oder persönlich.
  • Staatlicher Terror: oft übersehen, aber historisch zentral — Repression, Folter, Massenverhaftungen können selbst terrorisierende Funktion haben.

Lehren und Umgang:

  • Prävention braucht Kombination aus Sicherheitsmaßnahmen, sozialer Integration, Bildung und präziser, rechtsstaatlicher Strafverfolgung.
  • Historische Einordnung hilft, Ursachen (Soziale Ungleichheit, politische Repression, radikale Ideologien) zu verstehen und Polarisierung zu vermeiden.
  • Im Unterricht: Quellenkritik, Perspektivenvergleich, Einordnung von Täter- und Opfernarritiven, Diskussion über Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.

Kurz gesagt: Terror ist historisch wandelbar, entsteht aus konkreten politischen und sozialen Kontexten und verlangt differenzierte Gegenstrategien, die über rein polizeiliche Antworten hinausgehen.


Film- und Liedinterpretation mit dem Fokus auf Frieden und die Europäische Union

 

Arbeitsauftrag: 

Thema: Die Darstellung von Krieg und Frieden in "Im Westen nichts Neues" und "Fields of France"

Ziele:

  • Analyse der Themen Krieg und Frieden in beiden Medien.
  • Reflexion über die Rolle der Europäischen Union als Friedensprojekt.
  • Förderung der Diskussion über die aktuellen Herausforderungen des Friedens in Europa.

Aufgabenbeschreibung:

  1. Filmanalyse:

    • Schaut euch den Film "Im Westen nichts Neues" erneut an und notiert euch zentrale Szenen, die die Schrecken des Krieges darstellen.
    • Identifiziert die Hauptcharaktere und deren Entwicklung im Laufe des Films. Welche Veränderungen durchleben sie durch den Krieg?
  2. Liedinterpretation:

    • Hört gemeinsam das Lied "Fields of France". Welche Bilder und Emotionen werden durch den Text vermittelt?
    • Analysiert die Verwendung von Symbolen und Metaphern. Was sagt das Lied über den Verlust und das Streben nach Frieden aus?
  3. Verbindung zur Europäischen Union:

    • Diskutiert in Gruppen, wie die Ereignisse im Film und die Botschaften des Liedes in den Kontext der Gründung und Entwicklung der Europäischen Union eingeordnet werden können.
    • Überlegt, welche Rolle die EU als Friedensprojekt spielt und inwiefern sie einen Beitrag zur Vermeidung von Konflikten in Europa geleistet hat.
  4. Präsentation:

    • Stellt eure Ergebnisse in einer kurzen Präsentation vor der Klasse vor. Jeder Gruppe präsentiert die wichtigsten Punkte ihrer Analyse und Diskussion.
    • Diskutiert anschließend gemeinsam, welche Lehren aus der Geschichte gezogen werden können, um zukünftigen Konflikten in Europa entgegenzuwirken.

Abgabetermin: [Ein Datum einsetzen]

Zusatz: Ihr könnt auch eigene Gedanken zur Bedeutung des Friedens in Europa anfertigen. Welche Ideen oder Maßnahmen haltet ihr für wichtig, um den Frieden in Europa langfristig zu sichern? 

 


Fields of France (1914)

Well, how do you do, young Willie McBride?
Do you mind if I sit here down by your graveside?
And rest for a while in the warm summer sun
I've been walking all day, and I'm nearly done
I see by your gravestone, you were only 19
When you joined the great fallen in 1916
I hope you died well, and I hope you died clean
Or young Willie McBride, was it slow and obscene?

Did they beat the drum slowly, did they play the life lowly?
Did they sound the death march as they lowered you down?
Did the band play The Last Post in chorus?
Did the pipes play the Flowers of the Forest?

Did you leave a wife or sweetheart behind
In some faithful heart, is your memory enshrined?
Although you died back in 1916
In that faithful heart, you are forever 19
Or are you a stranger without even a name?
Enclosed in forever behind the glass frame
In an old photograph, torn, battered and stained
And faded to yellow in a brown leather frame

Blood
The sun, now it shines on the green fields of France
There's a warm summer breeze that makes the red poppies dance
And look how the sun shines from under the clouds
There's no gas, no barbed wire, there's no guns firing now
But here in this graveyard, it's still no man's Land
The countless white crosses stand mute in the sand
To man's blind indifference to his fellow man
To a whole generation that were butchered and damned

Young Willie McBride, I can't help wonder why
Do those that lie here know, why did they die?
And did they believe when the answered the cause?
Did they really believe that this war would end wars?
Well, the sorrow, the suffering, the glory, the pain
The killing and dying were all done in vain
For young Willie McBride, it all happened again
And again, and again, and again, and again

Did they beat the drum slowly? Did they play the life lowly?
Did they sound the death march as they lowered you down?
Did the band play The Last Post in chorus?
Did the pipes play the Flowers of the Forest?

Viel Erfolg bei der Bearbeitung!